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ABSCHIED
ist ein schwer zu bewältigendes Ereignis im menschlichen Leben,
und nichts ist so radikal wie der Tod |
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ein Schock. |
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Aber
es gibt noch andere Verluste, die bewältigt werden wollen: der
Verlust der Gesundheit beispielsweise oder der Verlust des Arbeitsplatzes.
Für Frauen der Verlust ihrer Fruchtbarkeit, wenn sie in die Wechseljahre
kommen, und natürlich der Verlust einer Liebe, eines menschlichen
oder auch tierischen Kameraden. |
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Die Heimat, das Zuhause zu verlieren, schmerzt ungemein, |
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und manchmal sind wir sogar traurig, wenn wir sehen, wie die Schönheit
der Natur zerstört wird. Schicksalsschläge und Katastrophen
setzen jeglicher Normalität ein jähes Ende. |
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Wir
sind fassungslos und mit dem Unbegreifbaren konfrontiert. |
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In
unserer Kultur sind Abschiedsschmerz und Trauer meist unerwünschte
Seelenzustände und werden gern verdrängt. |
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| Sie
sind die Stiefkinder der “Spaßgesellschaft”. |
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unbeliebten Gefühle gehören jedoch zum Leben wie Glücklichsein
und Lachen. Werden Gefühle verdrängt, behindern sie eine
positive Lebensentwicklung und werden zur seelischen Last, an der
wir lange tragen. Und wir nehmen uns die Chance, die Wichtigkeiten
im Leben neu zu bewerten. Das bewusste Zulassen der schmerzvollen
Erfahrung und unserer Traurigkeit hilft uns, die Qualität der
Gegenwart in einem neuen Licht zu sehen und frei zu werden für
die Freuden der Zukunft. |
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Trauer
beinhaltet die Chance für eine tiefgehende Öffnung. Wir
begreifen ein wenig das Wesentliche des Menschseins und dass wir alle
ohne Ausnahme einen letzten Weg zu gehen haben. Niemand ist mit seinem
Schicksal allein. Gerade wenn wir meinen, unser Leid sei einzigartig
und nicht mitteilbar, ereignet sich oft in der Trauer eine besondere
Verbundenheit mit anderen. |
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Trauern heißt, die Wunde, die unserer
Seele zugefügt wurde, zu beachten und zu heilen. |
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Trauern heißt auch, Kraft zu schöpfen
für neue Lebendigkeit. |
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